Rohstoffe

Für die Stoffherstellung werden Rohstoffe benötigt. Diese lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Natur- und Kunstfasern. Naturfasern sind, wie der Name schon vermuten lässt, aus tierischem, mineralischem oder pflanzlichem Ursprung. Kunst- bzw. Chemiefasern werden synthetisch hergestellt. Jede Faserform hat ihre Vorteile, die bei der Verarbeitung genutzt werden können. In Abhängigkeit davon, welche Fasern verwendet werden, wird ein geeignetes Herstellungsverfahren gewählt. Hier wird zwischen vliesartig verbundenen Geweben, wie beispielsweise Filz, und mittels Fadensystemen hergestellte Textilien wie Gewirke, Gewebe und Strickwaren unterschieden.

Material von Nickistoffen

Nickistoffe bestehen meist aus einem hohen Anteil Baumwolle und einer Beimischung von beispielsweise Polyester, wodurch sie einen hohen Tragekomfort und Elastizität erhalten. Es gibt jedoch auch Bio-Nickistoffe, die sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite aus Bio-Baumwolle bestehen. Diese werden unter anderem in der Türkei produziert.

Herstellungsverfahren

Hergestellt werden die Stoffe meist mit industriellen Textilmaschinen in großer Anzahl. Mit Spinn-, Web- sowie Strickmaschinen entstehen große Flächen in geringer Zeit, wodurch auch Kosten gespart werden. Das sogenannte Wirken ist ein Fügeverfahren, bei dem die Maschen aus ineinander hängenden Schlaufen gearbeitet werden. In die Oberseite des Strickgewebes werden zusätzliche Fadenschlaufen eingearbeitet und im Nachhinein zerschnitten, wodurch ein weiches, sehr elastisches, jedoch dichtes Gewebe entsteht. Bei der Herstellung von Nickistoffen werden in das Strickgewebe zusätzliche Fäden eingearbeitet, welche an der Stoffoberfläche kleine Schlingen bilden. Das samtweiche Gefühl der Oberfläche wird durch das Zerschneiden der kleinen Schlingen erreicht. Auf diese Weise erhält das bereits bestehende Stoffgewebe zusätzliche kleine Fäden, die das Fadenverhältnis verdichten.

Färben

Nach der Herstellung der Halbfabrikate, welche auch textile Roherzeugnisse genannt werden, beginnt die Veredelung beispielsweise durch Färben oder Bedrucken der Stoffe. Grundsätzlich gilt, je früher das Material gefärbt wird, umso besser können Fehler oder kleine Macken aus der Produktion ausgeschlossen werden. Schon früh wurde das Färberhandwerk genutzt, um bunte Stoffe herzustellen. Meist mit natürlichen Farben lassen sich leuchtende Ergebnisse erzielen. Mit der Zeit wurden Maschinen in den Fertigungsprozess eingefügt, um schnell große Mengen in den gewünschten Farben erstrahlen zu lassen. Bei diesem Prozess kommt es auch auf die verwendete Faser an. Da Nickistoffe aus Baumwolle hergestellt werden und Baumwolle eine Naturfaser ist, findet das Färben meist in offenen Maschinen mit atmosphärischem Druck statt. Bei gewebtem Mustern werden bereits gefärbte Fäden verwendet, da sonst unter anderem karierte Stoffe nicht möglich wären. Für die letztendliche Fertigung der Kleidung und der gewünschten Textilien werden mittels Schablonen einzelne Teile aus dem gefertigten Stoff herausgeschnitten. Danach werden die Einzelteile durch Nähen oder Kleben zur entsprechenden Form zusammengefügt.